Geht Trennung ohne Schmerzen?


Es ist nicht mehr ganz frisch und schon ein paar Monate her. Mit ein bisschen Abstand ist es leichter darüber zu schreiben – vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen…..

15 Jahre sind eine lange Zeit, da macht man nicht so leicht einen Schnitt, sondern überlegt schon sehr sorgfältig – ob und wenn ja, wann. Vieles ist zu bedenken und immer wieder wird der Entschluss verschoben und verdrängt. Der Alltag tut sein übriges. „So schlimm ist es ja eigentlich gar nicht.“ – stimmt. Manchmal, aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet sogar fast noch schön, aber eben nur fast. Immer öfter steht man dann vor dem Spiegel und mag sich gar nicht mehr ansehen und quält sich mit der Entscheidung. Ist ja auch nicht leicht. Wie nimmt es das Umfeld auf, die Freunde, die Kollegen, die Eltern, die Kinder – soll man offen drüber reden, oder warten bis man angesprochen wird – kriegen ja doch alle mit. Und so zu tun als wäre nichts, schaff ich auf Dauer nicht, ist ja doch zu offensichtlich. Und dann die ganzen Klischees – ne neue Frau? oder Midlifecrisis oder „bestimmt weil er jetzt einen auf Politik macht, da kann er sie nicht mehr brauchen“ etc.etc.

Die Angst, dass man auf offener Straße ignoriert wird, selbst die eigenen Eltern einen auf einmal nicht mehr kennen……

Am besten man postet es gleich auf facebook, dann ist es raus…obwohl, alle erreicht man so auch nicht.

Ja und dann der Nachwuchs nicht zu vergessen, ist ja doch irgendwie eine lebenslängliche Verpflichtung, na ja, wird natürlich immer weniger, aber dauerhaft finanzielle Auswirkungen hat es dann ja doch. Wie kriegt man dass zeitlich dann regelmäßig hin? Eher so am Wochenende oder auch mal unter der Woche? Verträgt sich das dann wieder mit der Arbeit wenn es nur schnell in der Pause geht ist ja auch nur Stress.

Ergebnis: Nachwuchs=Zeit und Geld – aber dass weiß man ja vorher und andere kriegen dass ja scheinbar auch mühelos hin.

Na ja, zuerst hatte ich ja so eine Zwischenlösung vor – aber geht das, so ne halbe Trennung? Anfangs schon, hab mich auch ganz wohl gefühlt aber nach ein paar Wochen war es dann doch fast wieder das Selbe – ich glaube da macht man sich was vor…… ein Schritt für Schritt zögert die Entscheidung dann ja doch nur unnötig hinaus und vergrößert die Befürchtungen.

Am Ende war es dann mit professioneller Hilfe gar nicht so schlimm wie befürchtet. Wir sind gemeinsam hin und es waren gar nicht mehr so viele Worte nötig.

„Nur die Spitzen?“ -„Nein, kurz, richtig kurz“

Es kam wie befürchtet, natürlich wird man dauernd drauf angesprochen und mit dem post auf facebook hatte ich so viele Kommentare wie noch nie……..

Das mit dem Nachwuchs hat sich auch eingependelt auf einmal im Monat, ganz umsonst drüber gehirnt. Bleibt die eigentliche Frage nach dem warum? Irgendwie wollten sie wohl nicht mehr mit mir abhängen……..

Update: Auf Grund nicht nur einer einzelnen Nachfrage…

Es handelt sich bei der beschriebenen Trennung nicht um die Trennung von Eiweiß und Eigelb, auch nicht um die Trennung von Legislative und Exekutive, nicht um die Trennung von Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann, nicht um die Trennung von Ost- und Westdeutschland oder Nord- und Südkorea, nicht um die Trennung von Spreu und Weizen, nicht um Silbentrennung und auch nicht um die Trennung von Siamesischen Zwillingen. Es dreht sich um Haare, also genauer um Kopfbehaarung die nicht im Gesicht wächst….. So jetzt hoffentlich alle Unklarheiten beseitigt 😉

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