Getrübtes Alpenidyll


Die gute Nachricht vorweg – ja, es gibt sie noch die „glücklichen Kühe“.

Sieht man mal davon ab, dass

  • die Mütter zum regelmäßigem Kinderkriegen gezwungen werden damit sie ausreichend Milch geben, die man Ihnen wegnimmt,
  • die männliche Kuhkinder geschlachtet werden weil sie nicht genug Fleisch ansetzen als das sich die Aufzucht „lohnen“ würde und sie eben keine Milch geben,
  • am Ende des „glücklichen“ Lebens ja doch viel zu früh das Schlachtermesser wartet, wenn die Milchleistung nachlässt,

ja, wenn man das alles ignoriert, dann gibt es noch „glückliche Kühe“.

Diese haben wir auf unserer Wanderung im Chiemgau auch getroffen – scheinbar unendliche Almweiden.WP_20140615_003

Neugierige und lebenslustige Herden folgen Wanderern oder „Jagen“ auch schon mal Hunden hinterher. Man sieht Ihnen an, dass sie sich so richtig rundum Wohlfühlen.

"Gefährliche Waldkühe" lauern auf arglose Wanderer

„Gefährliche Waldkühe“ lauern auf arglose Wanderer

Auf der österreichischen Seite unserer Wanderung im Bezirk Kufstein, stießen wir dann zwar auch schon wieder auf eine Agrarfabrik, die genauso große Weiden hatte aber diese lieber nicht von den Kühen zertrampeln lassen wollte und sie stattdessen in einem großen und modernen Stall einsperrte.

 

Gut zweihundert Meter weiter (Karte) dann ein abscheuliches Exemplar von Stall. Gequälte Kreaturen in einem winzigen Holzstall. Hier fristen 8 Kühe in Anbindehaltung ihr Leben und stehen Knöcheltief in ihrer eigenen Scheiße. (Zur größeren Ansicht auf die Bilder klicken)

Mein erster Gedanke war „das muss doch mittlerweile verboten sein“ – ist es leider nicht. Bis 2020 gibt es im deutschsprachigem Raum Übergangsfristen und für so kleine Ställe mit „traditioneller Haltung“ vielleicht sogar gar kein Verbot – das habe ich aber noch nicht raus gefunden.

In jedem Fall werde ich den zuständigen Tierschutzverein in Kufstein mal informieren und vielleicht die Antwort auch veröffentlichen.

Insgesamt ein guter Grund sich vegan zu ernähren – bitte spart euch die Kommentare in die Richtung „wir sind aber genetische Fleischesser“ – da hab ich keine Lust mehr drauf.

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Eine Antwort to “Getrübtes Alpenidyll”

  1. Frank Says:

    via Facebook:
    Anke Somnitz: Und genau deswegen gibts auch keine Milch mehr für mich, und siehe da, die pflanzlichen Eiweiße vertrage ich viel besser als die tierischen…

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