Archive for the ‘Erkenntnis’ Category

Schokolade

3. April 2015

Schwer atmend wuchtet er den Sack von seinen Schultern und lässt ihn auf die Plastikfolie fallen.

Der Schweiß tropft ihm vom Gesicht.

30 Grad im Schatten, tropisch feuchte Luft, Elfenbeinküste.

Er bückt sich und verteilt die Kakaofrüchte auf der Plastikfolie.

Wie alt er sei? 19, dass sagen hier alle. Dem Aussehen nach ist er wohl eher zwölf. Er geht gebeugt, erste Anzeichen für einen Buckel sind zu sehen. Er ist hager, wiegt kaum mehr als der 50 Kilosack den er getragen hat.

Er arbeitet von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Ohne Pause.

Was er verdiene? Gar nichts, er bekommt zu Essen. Warum das so sei? Es ist wohl Gottes Wille, seine Eltern sind arm.

Manche Bauern hier kaufen Kinder. Zwischen fünf und fünfzehnjährige.

Einmal schon hat er eine von den weißen Kakaobohnen probiert – bitter und sauer sind sie. Die probiert man nicht nochmal. Er hat gehört, dass sie daraus in Europa Schokolade machen. Die soll süß und sehr lecker sein. Gegessen hat er noch nie eine.

Wird er auch nicht – zwei Jahre später ist er tot.

Ob Kinder-Schokolade in Deutschland so heißt um uns an sein Schicksal zu erinnern?

 

Werbeanzeigen

Getrübtes Alpenidyll

17. Juni 2014

Die gute Nachricht vorweg – ja, es gibt sie noch die „glücklichen Kühe“.

Sieht man mal davon ab, dass

  • die Mütter zum regelmäßigem Kinderkriegen gezwungen werden damit sie ausreichend Milch geben, die man Ihnen wegnimmt,
  • die männliche Kuhkinder geschlachtet werden weil sie nicht genug Fleisch ansetzen als das sich die Aufzucht „lohnen“ würde und sie eben keine Milch geben,
  • am Ende des „glücklichen“ Lebens ja doch viel zu früh das Schlachtermesser wartet, wenn die Milchleistung nachlässt,

ja, wenn man das alles ignoriert, dann gibt es noch „glückliche Kühe“.

Diese haben wir auf unserer Wanderung im Chiemgau auch getroffen – scheinbar unendliche Almweiden.WP_20140615_003

Neugierige und lebenslustige Herden folgen Wanderern oder „Jagen“ auch schon mal Hunden hinterher. Man sieht Ihnen an, dass sie sich so richtig rundum Wohlfühlen.

"Gefährliche Waldkühe" lauern auf arglose Wanderer

„Gefährliche Waldkühe“ lauern auf arglose Wanderer

Auf der österreichischen Seite unserer Wanderung im Bezirk Kufstein, stießen wir dann zwar auch schon wieder auf eine Agrarfabrik, die genauso große Weiden hatte aber diese lieber nicht von den Kühen zertrampeln lassen wollte und sie stattdessen in einem großen und modernen Stall einsperrte.

 

Gut zweihundert Meter weiter (Karte) dann ein abscheuliches Exemplar von Stall. Gequälte Kreaturen in einem winzigen Holzstall. Hier fristen 8 Kühe in Anbindehaltung ihr Leben und stehen Knöcheltief in ihrer eigenen Scheiße. (Zur größeren Ansicht auf die Bilder klicken)

Mein erster Gedanke war „das muss doch mittlerweile verboten sein“ – ist es leider nicht. Bis 2020 gibt es im deutschsprachigem Raum Übergangsfristen und für so kleine Ställe mit „traditioneller Haltung“ vielleicht sogar gar kein Verbot – das habe ich aber noch nicht raus gefunden.

In jedem Fall werde ich den zuständigen Tierschutzverein in Kufstein mal informieren und vielleicht die Antwort auch veröffentlichen.

Insgesamt ein guter Grund sich vegan zu ernähren – bitte spart euch die Kommentare in die Richtung „wir sind aber genetische Fleischesser“ – da hab ich keine Lust mehr drauf.

Zuwanderung in die Sozialsysteme

5. Januar 2014

Die CSU tritt einen Stein los und die mediale Welle türmt sich auf. Bereits 2011 hat Seehofer auf seiner Aschemittwochsrede angekündigt „Die Zuwanderung in die Sozialsysteme“ bis zur „lezten Patrone“ verteidigen zu wollen. Jetzt ist der Chefpopulist der s.g. „christlichen“ „sozialen“ Union wieder ein gefragter Mann. Die Bulgaren kommen, und die Rumänen. Es klingt wie der Einfall der Hunnen. Das große Bangen um unsere Sozialsysteme hat begonnen – können sie der Belastung durch die „Flut“ von „Armutsmigrant*innen“ Stand halten?

Passend zum Kommunalwahlkampf in Bayern spielt Seehofer den Rechtsaußenparteien in die Hände – propagieren diese doch schon lange und zum Glück weitestgehend ungehört, die gleichen Themen um Stimmen für sich zu gewinnen. Denen hilft es, wenn das Thema in der Mainstreampresse breiten Raum bekommt.

Der Bezug von Hartz IV Leistungen und Kindergeld soll das Füllhorn sein dass die einwandernden Menschen über sich auszuschütten gedenken. Das die Realität eine andere ist, interessiert die Populitiker indes nicht. (Populitiker = Mischwesen aus Populist und Politiker, der immer dann in Erscheinung tritt, wenn er von Problemen die er nicht lösen möchte ablenken kann)  Beim Bezug von Hartz IV Leistungen liegt der Anteil von Bulgaren und Rumänen unter denen vergleichbarer Ausländergruppen. Beim Bezug von Kindergeld liegt die Quote sogar unter dem bundesdeutschen Durchschnitt (Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article123536569/Ich-bin-Rumaene-und-dieses-Gerede-leid.html).

Mit einem allerdings hat er dann doch Recht: Die Sozialsysteme sind belastet. Wodurch möchte er aber dann lieber doch nicht wissen (siehe oben – Populitiker).

Die Belastung der Sozialsysteme und deren Abwirtschaftung hat seit vielen Jahren System, soll der schlanke Staat doch privaten Investoren ermöglichen vernünftige (also eigentlich unvernünftige) Gewinne zu machen -und so sehen die echten Belastungen der Sozialsysteme dann in Wirklichkeit aus:

– Dumpinglöhne (Die Zulassung von Dumpinglöhnen führt dazu, dass Unternehmen durch die indirekte Bezuschussung ihrer Lohnkosten duch die s.g. Aufstockungsleistungen im Hatz IV Bereich Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit machen)

– Leiharbeit (Die Ausdehnungen der Leiharbeit führen dazu, dass sich immer mehr Unternehmen zwichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer schalten. Sie erhalten vom Entleiher mehr Geld als sie dem Leiharbeitnehmer zahlen. Die Differenz verwenden Sie zum Betrieb und für Ihre Gewinne – aus den Betriebskosten entstehen natürlich keine Abgaben für die Sozialsysteme wie sie anfallen würden, wenn der Entleiher seinen Lohn direkt an den Leiharbeitnehmer in einem anständigen Arbeitsverhältnis zahlen würde)

– befristete Beschäftigung (Perspektivlosigkeit, keine vernünftige Lebensplanung, wenig Entwicklungsmöglichkeit in den Firmen wegen kurzer Bindung, schlechtere Einkommensentwicklung zeichnen befristete Beschäftigungsverhälnisse aus – ergo weniger Beiträge in die Sozialversicherungssysteme)

– geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (auch wenn sich hier eine grundsätzliche Pflichtversicherun zur Rente seit 2013 durch Gesetzesänderung ergeben hat, gibt es noch viele Ausnahmen, Befreiungsmöglichkeiten und Besitzstände der Versicherungsfreiheit für Beschäftigungsverhältnisse die bereits vor dem 01.01.2013 bestanden -insgesamt weniger Beiträge in die Sozialsysteme als bei regulären Teilzeitbeschäftigungen)

– sinkende Tarifbindung (durch Leiharbeit und befristete Beschäftigung sinkt die gewerkschaftliche Organisationsbereitschaft der Arbeitnehmer und damit die Durchsetzungsfähigkeit für Tarifverträge – Folge sind geringere Einkommen und damit geringere Beiträge in die Sozialsysteme)

– Bemessungsgrundlagen (Einkommen aus abhängiger Beschäftigung ist maßgeblich für die Beiträge in die Sozialsysteme.  Würden Einkommen aus Kapitalerträgen und Mieteinnahmen berücksichtigt, wären mehr Beiträge in die Sozialsysteme fällig).

– Bemessungsgrenzen (Erhöhung der Bemessungsgrenzen bei gleichzeitiger Decklung der Leistungen durch s.g. Höchstrenten, führte zu mehr Beiträgen – starke Schultern sollten mehr tragen).

– Einseitige Belastung der Arbeitnehmer (Reduzierung des Steuerzuschusses bei gleichzeitiger einseitiger Erhöhung des Beitrages in der Krankenversicherung – Arbeitnehmerbeitrag ist höher als Arbeitgeberbeitrag – sowie Zusatzbeiträge nur für Arbeitnehmer, generieren geringere Beiträge als wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleich belastet würden.)

– Erhöhung des Renteneintrittalters (Die Erhöhung der Altersgrenze für den Rentenbezug bei gleichzeitiger Absenkung des Rentenniveaus führt ingesamt zu geringeren Renten, zu höherer Altersarmut und mehr Aufstockung  – ergo zur Belastung der Sozialversicherungssysteme)

– private Sozialversicherung (entzieht den solidarischen Systemen vor allem die Beiträge der Besserverdienenden sowie die Gewinne der Versicherungsunternehmen)

Fazit: Es gibt eine Belastung der Sozialsysteme, diese ist aber nicht Folge von Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa sondern von bewussten initeressengelenkten Entscheidungen der herrschenden politischen Klasse der letzten Jahre. Es gibt also keinen Grund zur Angst vor Bulgaren und Rumänen wohl aber vor den Populitikern der CSU.

Mindestlohn durchsetzen – JETZT!

23. September 2013

Die Bundestagswahlen sind für viele Parteien zu einem eher unschönen Ereignis geworden. Die FDP wurde für Ihre Klientelpolitik abgestraft und die Piratenpartei muss erkennen, dass ihre Kernthemen mehrheitlich bei den Menschen keine Priorität haben und sie darüber hinaus offensichtlich (noch) nicht sehr ernst genommen wird.
Das der Krug der absoluten Merkelheit knapp an Deutschland vorbeigegangen ist, führt zu einer Konstellation im deutschen Bundestag die einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn jetzt möglich macht.
Die SPD hat es in der Hand.
Wenn die SPD standhaft bleibt und (wie von Ihrem Kanzlerkandidaten versprochen) nicht in eine Koalition mit der CDU geht, kann auch aus der Opposition heraus ein gesetzlicher Mindestlohn durchgesetzt werden, mit den Stimmen von Grün und Links, ohne in die von der SPD verdammte Koalition mit dem „unzuverlässigen“ Partner DIE LINKE zu gehen.
Wenn sie sich als Juniorpartner von der CDU doch vereinnahmen lässt, muss der allgemeine gesetzliche Mindestlohn im Koalitionsvertrag stehen. Noch nie waren wir näher dran – Mindestlohn JETZT!

Die letzten allgemeinen freien Wahlen in Bayern

14. September 2013

Was die Wenigsten wissen: Die bayerischen Landtagswahlen am 15.09.2013 sind die letzten allgemeinen freien Wahlen für die nächsten 40 Jahre. Jeder der Morgen nicht zur Wahl geht verliert sein Wahlrecht in Bayern. Künftig werden dann nur noch neben den Wählern von 2013, neu hinzugezogene und volljährig gewordene bei der Ausstellung von Wahlscheinen berücksichtigt.

Sollte man sich das wünschen? Vielleicht würde es die Wahlbeteiligung nach oben treiben, wahrscheinlich aber nicht……

Gleich ist Sonntag – AUFSTEHEN, WÄHLEN GEHEN – JETZT!!!!!!!

„Republikaner“ jetzt weltoffen?

10. August 2013

Manch einer mag sich verwundert die Augen reiben wenn er auf der Internetseite der „REP-Mittelfranken“ vorbeischaut.

Screenshot der Internetseite "REP-Mittelfranken"

Screenshot der Internetseite „REP-Mittelfranken“

Da wird man neben einem feist rosahäutigen Barträger Johann Gärtner, von einem dunkelhäutigen Pärchen angelächelt (angeblich neue Mitglieder)  und alle drei zeigen einen erhobenen Daumen. Die Assoziation der Ausländerfreundlichkeit  holt einen  aber durch die Bildunterschrift „Wir grenzen niemanden aus- wir lassen nur nicht jeden rein“  dann schon wieder zurück auf den Boden der Tatsachen – oder sollte man besser sagen auf den Boden des „Nützlichkeitsrassismus“.

Wer weiterliest stößt dann tatsächlich auf das zu Erwartende. „Konsequente Begrenzung der Zuwanderung“ ist die Forderung der „REP“. Nur qualifizierte Fachkräfte und unbedingte „Integrationswilligkeit“ sowie die „deutsche Leitkultur“ sind die Maßstäbe die die „REP“ setzen will. Sie unterscheidet  sich damit von der aktuellen Politik der CSU Regierung ja nun nicht gerade. Lediglich die noch etwas radikalere Forderung nach „Konsequenter Abschiebung krimineller Ausländer“ macht sie dann vielleicht für Wähler interessant, denen die CSU noch nicht rechts genug ist. Die REP bleibt damit ein überflüssiger politischer Wurmfortsatz der CSU und Sammelbecken „stolzer Nationalisten“. Mit anderen Worten ekelig braun.

Den beiden dunkelhäutigen Statisten die zur Irreführung missbraucht werden, sollte man hingegen helfen, von der Website wieder herunter zu kommen. Wer Namen oder Kontaktdaten weiß – bitte melden.

Rainer Biller – Ausstieg des Nürnberger Neonazis aus der rechten Szene wirft Fragen auf

10. Juli 2013

Spätestens seit dem Aufdecken der NSU Morde dürfte wohl niemand mehr an irgendwelche Zufälle glauben – ich zumindest nicht.

Rainer Biller geriet zuletzt mit einem Zitat auf seinem privaten Facebook-Account in die Kritik – er kommentierte ein Tatortbild aus der NSU Mordserie „Tod dem Döner – Es lebe die deutsche Bratwurst”.

Dies brachte ihm neben einer Strafanzeige der Landtagsabgeordneten Schmitt-Bussinger auch den Ausschluss aus der Bayern NPD und der NPD Tarnorganisation „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ kurz BIA ein.  Die BIA ist durch Ollert und Schmaus im Nürnberger Stadtrat vertreten.

Am letzten Samstag 06.07.13 verkündet Rainer Biller via Facebook:

„Ich teile mit, dass ich aus der Nationalen Arbeit / Bewegung meinen Rückzug – Austritt vollzogen habe.“

Es folgt die Löschung aller Inhalte mit rechtem Bezug und schließlich die Löschung des gesamten Facebookauftritts von Biller. Just einen Tag vor den Razien gegen das „Freie Netz Süd“.

Sollte bei den stattgefundenen Razzien auch Billers Wohnung durchsucht worden sein, ist davon auszugehen, dass diese genauso bieder und harmlos und vollkommen rein von rechten Bezügen ist, wie mittlerweile auch Billers Auftritt bei google+.

Auch diesen hat Biller bereits im März dieses Jahres „aufgeräumt“. War im Jahr 2012 auf seinem google+ Account noch unter einem Bild von Mahmud Ahmadinedschad zu lesen, dass „Sein Freund Ausländer sei“,  er Werbeplakate zur „Reichsführer Tagung 1933 – Bund der Frontsoldaten“ veröffentlichte und eine Unzahl von Links auf Beiträge des „Freien Netz Süd“ postete, ist jetzt in fast schon unschuldiger Manier zu lesen „Was für eine Freude! Ja fahre jetzt zur Anmeldung für die neue Schule meiner Tochter“.

Hat sich Biller jetzt also tatsächlich zurückgezogen, oder nur rechtzeitig Belastendes zur Seite geschafft? Falls Zweites zutrifft, stellt sich die Frage, ob er einfach nur einen glücklichen Zeitpunkt gewählt hat oder er gewarnt wurde. Spekulationen helfen an der Stelle aber nicht weiter, trotzdem bleibe ich dabei – wenn es um Neonazis geht, glaube ich nicht mehr an Zufälle.

Verkehrsinfarkt abgewendet – Ramsauers Verkehrsschilder 2.0

21. Mai 2013

Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer macht sich als inovativer Reformpolitiker einen Namen. Die zunehmende Belastung der Ballungszentren durch den Autoverkehr, die stetige steigenden Anforderungen an die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger, der wirtschaftliche Umbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehr, die Endlichkeit der dafür eingesetzten Resourcen und nicht zuletzt den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, dies alles zusammengenommen kann wahrlich als Herkulesaufgabe bezeichnet werden.

Mit Bravour kann deshalb aus dem Verkehrsministerium verlautbart werden, dass der drohende Verkehrsinfarkt abgewendet wurde. (oder besser abgewendet sein wird, zumindest ab 2014, wenn der Bunderat zustimmt)
Und wie kann es anders sein, natürlich nicht auf dem Wege „klein, klein“, sondern mit einer wirklich tiefgreifenden Reform – alles andere wäre ein Rumdoktorn an den Symptomen gewesen. Nein – Ramsauer hatte die Vision und auch den Mut sich mit seiner fast schon als „revolutionär“ zu bezeichnenden Idee, besonders gegenüber der mächtigen deutschen Autolobby durchzusetzen.
Wenn man die nackten Zahlen betrachtet wird schnell klar wie zukunftsweisend die Ergebnisse sind.
Gerade bein individuellen motorisierten Verkehr würde es es zu einer Reduktion von sage und schreibe 55,5% kommen – schon jetzt kann man sich die neidischen Kommentare der internationalen Presse vorstellen, wenn sich Deutschland mal wieder als Inovationsmotor in Europa präsentiert.

55,5% entsprechen genau 10 Punkten. 10 Punkte weniger bis der Lappen weg ist. Da kennt er gar nichts der Peter – übersichtlicher und gerechter soll es werden, das neue Punktesystem in Flensburg.

Sein neues Projekt ist jetzt der Kampf gegen die Klimaerwärmung. Einer der größten Klimakiller ist ja bekanntlich der CO² Ausstoß, den es zu reduzieren gilt.
Mit dem ihm üblichenn Weitblick hat Ramsauer jetzt mal über seinen Tellerrand und den darin befindlichen Schweinebraten hinausgesehen und sinnvolle Verknüpfungsmöglickeiten mit dem Umweltresort von Altmeier und EignersVerbraucherschutzminsterium erblickt.
Warum nicht in einer Kampangne „Verkehrsschilder 2.0“ für Synergieeffekte sorgen, die sonst wirkungslos verpuffen?

Stopschild
In einem Pilotprojekt im Nürnberger Stadtteil Gostenhof sollen die Auswirkungen getestet werden – Autofahrer zur vegetarischen Ernährung zu animieren. Wer weniger Schnitzel ißt, also indirekt weniger Methan in Kuhmägen und weniger gefährliches Lachgas durch die Düngemittelproduktion entstehen lässt, soll künftig schneller vorankommen. Gedacht ist hierbei an persönliche Geschwindigkeitsentgrenzungen (in 5Kmh Schritten bis max +30) die durch Aufkleber am Auto kenntlich gemacht werden können.
Alternativ soll es Bonuspunkte in der Flensburg Kartei geben – logisch, wer weniger Fleisch ist, sollte dafür auch öfter schneller fahren dürfen.

Die Konzepte der Piratenpartei zum ticketfreien Nahverkehr nehmen sich neben so viel Innovation geradezu lächerlich aus.

Zum ticketfreien Nahverkehr:

http://piraten-mfr.de/files/2012/06/c3b6pnvticketfreivgn.pdf
http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/ticketfrei-im-verkehrsverbund-1.2172978

Warum streng geheim? Barbara John und Franz Schindler zum NSU im Eckstein in Nürnberg

17. März 2013

 

Unter der Überschrift „Warum streng geheim?“ hatte das Eckstein (haus der evang. luth. kirche in nürnberg) zu einem Vortrags- und Diskussionsabend eingeladen.

Nach den Grußworten von Pfarrer Stöhr und der türkischen Generalkonsulin hatte Barbara John, Obfrau für die Opfer der NSU, Gelegenheit ihre Arbeit vorzustellen.20130311_195443

 

Ihren Vortrag zum Download (Rechtsklick „Ziel speichern unter…)

oder direkt zum Anhören hier im Player:

 

20130311_200101

Im Anschluss berichtete Franz Schindler (Vorsitzender des NSU Untersuchungsausschuss in Bayern) von der Arbeit des Untersuchungsausschuss. Der auch in der Diskussion wiederholt geäußerte Meinung „Die Polizei und Ermittlungsbehörden seien eher unpolitisch.“ ist aus meiner Sicht vehement zu widersprechen. Gerade durch die Sabotage der Aufklärung der NSU-Morde durch Behördenmitarbeiter, aber auch durch das Verhalten von Ordnungsbehörden wenn es um Genehmigungen von Naziaufmärschen und Gegenprotesten nicht zuletzt in Gräfenberg geht, zeigen mehr als überdeutlich, dass es latent und mehrheitlich rechtskonservatives Gedankengut bis hin zur versteckten oder offenen Sympathie von Nazis gibt. Auch in der Rechtssprechung zeigt sich durch einen einfachen Vergleich von verhängtem Strafmaß bei ähnlichen Delikten, dass der „Feind“ offensichtlich immer noch links steht.

2012-07-17-Franz-Schindler-1

Bild: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0

Der Beitrag von Franz  Schindler hier zum Download oder direkt zum Anhören im Player:

 

 

 

 

 

 

Wohin mit der Kohle? Nr.7 Rote Hilfe e.V.

16. März 2013

rote Hilfe logoWer gelegentlich oder regelmäßig auf Demonstrationen gegen Nazis, gegen Atomkraft oder Castortransporte oder positiv formuliert für Umwelt und friedliches Miteinander, für soziale Gerechtigkeit geht, kriegt früher oder später mit, dass es die „Rote Hilfe“ gibt. Was das genau ist, wer sich an die „Rote Hilfe“ wenden kann und warum es immer besser ist, nicht mit Polizei oder Staatsanwaltschaft zu reden, erfahrt ihr in der heutigen Ausgabe.

Regelmäßige Mitarbeit, gerne auch die Gründung von neuen Ortsvereinen auf dem flachen Land und vorallem Spenden und dauerhafte Mitgliedschaft sind herzlich willkommen.

Den Podcast hier zum Download (Rechtsklick und „Speichern unter…..“)

oder direkt hier zum Anhören im Player.

Zentrales Spenden- und Beitragskonto:

Rote Hilfe e.V.

Konto Nr. 191 100 462

BLZ 440 100 46

Postbank Dortmund

Weitere Infos unter http://www.rote-hilfe.de


%d Bloggern gefällt das: