Wohin mit der Kohle? Nr. 4 Nürnberger Bündnis Nazistopp

21. Oktober 2012

Mit einem Monat Pause, zum Teil urlaubsbedingt, erscheint heute eine neue Folge aus der Reihe „Wohin mit der Kohle“. Zu Besuch beim

erzählte uns Max etwas über die Entstehung und Arbeit des Bündnisses.

Zum Runterladen hier zum Download Mit Rechtsklick und “Ziel speichern unter…”

oder gleich hier im Player anhören:

Unterstützung in Form von Spenden ist immer herzlich willkommen an:

Max Gnugesser-Mair
Stichwort „Nürnberger Bündnis Nazistopp“
Postbank Nürnberg
BLZ 76010085
KontoNr. 170678857

Da es sich um keinen gemeinnützigen Verein handelt, kann der Betrag steuerlich nicht geltend gemacht werden. Weiter Informationen und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme findet ihr unter: http://www.nazistopp-nuernberg.de

Der dritte Monat ohne Auto

1. Oktober 2012

Das erste Quartal ohne eigenen PKW ist vergangen – am Ende des Artikels kommen deshalb auch die Durchschnittswerte, aber zunächst die Betrachtung des Septembers

Das Fahrrad
Wegen des Urlaubs bleibt das Fahrrad im September öfter im Keller.  Entstanden Kosten: 0,--€

Der Öffentliche Nahverkehr
Tatsächlich habe ich im Nahverkehr im September nur eine Zugfahrkarte gekauft (9,70 €). Trotzdem schlägt der öffentliche Verkehr insgesamt mit 108,70 € zu Buche. Das liegt zum einen an der Abbuchung für die Bahncard 25 in Höhe von 59 € und zum anderen an der Reise nach Prag. 40 € waren für den Expressbus Nürnberg-Prag und zurück auszugeben. Eine echte Empfehlung. Wer schnell und stressfrei nach Prag kommen möchte, ohne sich selbst hinter das Steuer zu klemmen ist damit bestens bedient. 3 Stunden und 45 Minuten trennen die beiden Städte ohne Stau und Parkplatzsuche.

Carsharing
Zwei Fahrten für insgesamt 280 km veranschlage ich mit 82,90 €.

Urlaub
Für die Fahrt in den Urlaub mit einem Auto fallen natürlich Kosten für den Sprit an. Für die Reise in den Schwarzwald mit Abstecher in die Schweiz waren dies 76,86 €. Für eine Fahrt mit dem Schiff, dass wir benutzten um eine Wanderung auf der Bundesstraße zu verhindern wurde eine Zahlung von 2 € fällig.

Erwähnenswert ist für den Bereich des Südschwarzwaldes, der „kostenlose“ öffentliche Nahverkehr für Übernachtungsgäste.
Auf Wunsch erhält man bei den Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen eine Karte ausgestellt mit der man kostenlos Busse und Bahnen benutzen kann. Lediglich Fahrräder und Hunde müssen extra bezahlt werden. Eine Regelung, die sich finanziell sehr angenehm bemerkbar macht, sofern man das Auto stehen läßt. Die Finanzierung dieser „Freifahrten“ erfolgt duruch die Städte und Gemeinden des Gebietes, die je Übernachtung 0,30 € an die Verkehrsbetriebe als Pauschale zahlen. Die Refinanzierung erfolgt natürlich über die Kurtaxe – auf diese Art zahlen die Autofahrer den Nahverkehr mit – sehr sympatisch :-).

Die Mobilitätskosten für den Monat September belaufen sich insgesamt auf 270,46 € und liegt damit bisher am höchsten, was sich mit den Kosten der Bahncard und durch den Urlaub erklären lässt.

Im Durchschnitt der drei Monate liegen die Kosten für Mobilität mtl. bei 214,76 €. Ob der Oktober den Schnitt eher drückt oder steigen lässt wird sich zeigen. Bis jetzt habe ich die Entscheidung mein Auto zu verkaufen jedefalls noch nicht bereut.

Wer bezahlt die SPD für Gabriels „Rentenkonzept“?

11. September 2012

Das nenn ich doch mal innovativ, Beschäftigte sollen 2% ihrer Bruttovergütung in die betriebliche Altersvorsorge investieren um im Alter abgesichert zu sein. Dazu gibt es einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 400 €.
Wer profitiert von so einem „Konzept“?

1. Die SPD – weil sie vermeintlich Boden gut macht bei der Wählerschicht, die sich in geregelten Arbeitsverhältnissen befindet und in Geltungsbereichen von Tarifverträgen arbeitet, die einen Zuschuss des Arbeitgebers zur Betriebsrente vorsehen. Bei all denen werden die Schmerzen der Rente mit 67 und der Absenkung des Rentenniveaus auf 43% wie es derzeit dank Schröder ist (nein, nicht die Extremismusschröder der CDU, sondern der ehemalige CDU Kanzler Schröder – oder war der SPD?).
Damit hofft Gabriel sich prozentual fit zu machen für die große Koalition und sich in den Rang des Vizekanzlers zu heben – zum Kandidaten um den Kanzlerposten natürlich auch gleich.

2. Die Versicherungsunternehmen. Nicht anders als bei der „Riesterrente“ werden auf diesem Weg unglaubliche Summen an privatem Vermögen und staatlichen Zuschüssen (also Steuern, die in der Regel vorher von BürgerInnen bezahlt wurden) in den Versicherungsmarkt gepummt, der dann mit ganz hervorragenden, transparenten und absolut sicheren „Produkten“ dieses Geld mehren wird um mit Erreichen der Altersgrenze die Beschäftigten damit glücklich zu machen. Niemals werden mit dem vielen Geld, das keine Anlagemöglichkeit in der realen Wirtschaft findet, Wetten oder Spekulationsgeschäfte abgeschlossen, es wird damit keine Immobilienblase gefördert und natürlich auch keine Staatsanleihen gekauft, die eigentlich nichts mehr wert sind. Die Vergangenheit zeigt ja, dass die Art der „Kapitalbildung“ nicht zu kritisieren ist.

Bei der gesetzlichen Rente handelt es sich allerdings um ein „Umlagemodell“, d.h. was in einem Monat von ArbeitnehmerInnen  eingezahlt wird, wir sofort an die RentnerInnen ausgezahlt (umgelegt) – dummerweise kann aber auf diese Art mit dem Geld niemand in der Zwischenzeit reich werden – oder seine Versicherungsvertreter ins Bordell schicken.

Um auch in der Öffentlichkeit die Rente „schlecht“ zu machen, wird seit Jahrzehnten die Lüge über die Demografie verbreitet und mit dem Schreckensszenario gedroht, dass bald zwei Beschäftigte einen Rentner ernähren müssen – tatsächlich ist dies schon lange so und funktioniert auch bestens, wenn man nicht alles daran setzt es zu sabotieren – ausführlicher zur Demografielüge: http://www.nachdenkseiten.de/?p=185

Wer profitiert nicht von diesem Konzept:
All diejenigen, die von der rot/grünen Regierung unter Schröder an das untere Ende der Gesellschaft katapultiert wurden. Die Niedriglohnbeschäftigten, die Minijobber und Leiharbeiter – aber um die ist es ja auch nicht so schade. Zeigen doch Umfragen deutlich, dass die Wahlbeteiligung im so geschaffenen Prekariat unterdurchschnittlich ist. Mit anderen Worten: Auf die kommt es nicht an.

Um die Titelfrage zu beantworten: Die Versicherungsunternehmen bezahlen die SPD für so ein „Rentenkonzept“. Oh – Verzeihung – sie spenden gleichmäßig an die „Parteien in Fraktionsgröße, welche die soziale Marktwirtschaft fördern.“ So zumindest verlautbarte die Allianz im Handelsblatt 2011, nachdem sie 250.000 € gespendet hatte. Der „Zahltag“ steht auch seit Jahrzenten fest. Es ist immer der erste Arbeitstag im Juli – was für Gabriel nichts anderes bedeutet als „Zeit zum Liefern“.

All den aufrechten SPDlerInnen die sich in Ortsverbänden, in Stadt- und Gemeinderäten und auch in Landtagen für die Belange der „kleinen Leute“ einsetzen drücke ich hiermit mein Bedauern aus zu dieser Bundespolitik. Aber wen die schrödersche Agenda 2010 und die rassistische Hetze des Sarazin nicht aus der SPD treiben konnte, der ist leidensfähig und von daher ist mein Bedauern an dieser Stelle auch schon wieder vorbei.
Meckern ist ja leicht, wie aber besser machen an Stelle der SPD?

1. Rücknahme der Rentenreform mit der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 und der Absenkung des Niveaus auf 43%.

2. Einbeziehung aller Einkommensarten (Miet- und Kapitalerträge) und aller Berufsgruppen (Selbstständige) zur gesetzlichen Rentenversicherung.

3. Festlegung einer Höchstrente

4. Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze

5. Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von anfangs 8,50€

6. Begrenzung der Leiharbeit

7. Abschaffung der Minijobs

Die Folgen daraus:

– Die Rentenbeiträge würden sinken (Entlastung der ArbeitnehmerInnen und der Betriebe um Lohnnebenkosten)

– Die Rente wäre dauerhaft gesichert, gerecht und krisenfest

– Die SPD wäre wieder das, was sie zu sein glaubt – eine ArbeiterInnenpartei

Zur langfristigen Umgestaltung des Sozialsystems in Deutschland hat sich die Piratenpartei das Konzept des „bedingungslosen Grundeinkommens“ auf die Fahnen geschrieben. Nicht ganz so einfach umzusetzen wie eine funktionierende gesetzliche Rente aber auch sehr spannend. Weiter hierzu: http://www.piratenpartei.de/politik/gesellschaftliche-teilhabe/arbeit-und-soziales/#BGE

Besuch im KZ Ebensee (Oberösterreich)

6. September 2012

In den Pfingstferien besuchte ich das KZ Ebensee, welches als Außenlager des KZ Mauthausen angelegt wurde um ursprünglich die Entwicklung und die Produktion der „Wunderwaffe“ V2 unter die Erde zu verlegen. Bereits 1959 wurde das Lagergebiet zur Besiedelung freigegeben.

Torbogen des ehemaligen Haupteingangs zum Lager

Folgen Sie mir bei der 35 minütigen Besichtigung mit den Ohren. Zum Download (Rechtsklick und „Ziel speichern unter….“) oder direkt hier:

Das Interview mit einer Bewohnerin der „KZ Siedlung“ rundet den Besuch ab. Zum Download (Rechtsklick und „Ziel speichern unter….“) oder direkt hier:

Ich beschränkte mich bei der Besichtigung auf den Friedhof und den Gedenkstollen. Wer nach Ebensee kommt, sollte in jedem Fall auch dem Zeitgeschichte Museum Ebensee einen Besuch abstatten.

Literaturempfehlung: „Stimmen aus dem KZ Ebensee“ 15,-€ z.B. bei buchhandel.de
Für eine größere Ansicht auf die Bilder klicken.

Naziaufkleber in der Gartenstadt 03.09.12

4. September 2012

da ich mit dem Fahrrad gerne immer wieder neue Strecken ausprobiere, führte mich mein gestriger Weg durch die Gartenstadt. Offensichtlich haben dort gerade ein paar Nazis ihr restliches Urlaubsgeld in Aufkleber investiert und nutzten ihre Freizeit für die bei ihnen beliebte Tätigkeit der Sachbeschädigung und Umweltverschmutzung. Als Schwerpunkte haben sie dabei offensichtlich die Katholische Kirche, sowohl auf der Vorder-, wie auch auf der Rückseite und das Hochhaus in der Paumannstraße 2 auserkoren. Dass die katholische Kirche in den Fokus gerät, liegt entweder daran, dass die Nazis glauben, sie hätten eine frohe Botschaf zu verkünden und wären deshalb bei der Kirche richtig oder, was wahrscheinlicher ist, sie halten die Kirche für eine Moschee und den Kirchturm für ein Minarett – dann passt es wenigstens in ihre verdrehte Weltsicht und der Hetze gegen eine angebliche Islamisierung.

Für das Hochhaus in der Paumannstraße gibt es drei Möglichkeiten. Entweder ist es eine Botschaft an dort wohnende Demokraten oder es wohnt dort ein Naziaktivist der zur Reviermarkierung einen besonders großen „Haufen“ vor seine Hütte machen wollte. Oder, und das ist wohl am wahrscheinlichsten, die Nazis hatten noch ein paar Aufkleber übrig und wollten sie des Nächtens möglichst sichtgeschützt loswerden.

Bei den Aufklebern handelt es sich inhaltlich um den üblichen braunen Dreck. Oftmals in neuem Layout. An die Adresse der AntifaschistInnen scheint der Aufkleber „Kein Sex mit Zecken“ adressiert zu sein (Als Gegenaussage zu „Kein Sex mit Nazis“). Die unbedarfte BürgerIn dürften sich wundern, warum man über offensichtliche biologische Unmöglichkeiten, wie der Kopulation mit einem Holzbock, einen Aufkleber entwerfen sollte.

Aufgefallen in der Kategorie „Überfremdungsangst schüren“ ist der Aufkleber „Neue deutsche Jugend?“ Von Assoziationen bis hin zu eindeutiger Übernahmen von „NS-Politik“, die in diesem Fall auch eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung nach sich zieht, reicht die Pallette der Aufkleber.

Selbst die Aufforderung zu kriegerischen Handlungen fehlt nicht

Was auf diesem Aufkleber allerdings fehlt, ist die Angabe eines „presserechtlich Verantwortlichen“  – so entgeht man der Anzeige.

Besonders bedauerlich, dass eine Anzeige der Kleberreien lt. Polizei „nur“ Ermittlungen wegen  Sachbeschädigung ohne politische Motivation nach sich ziehen würde – aber irgendwie muss man die Statistik ja schönen.

Bildergalerie – zur größeren Ansicht auf die Bilder klicken.

Da die Aufkleber frisch geklebt waren (natürlich ließen die „guten Deutschen“ den Aufklebermüll immer an Ort und Stelle liegen), konnten sie auch sehr einfach wieder entfernt werden – insgesamt ein „ertragreicher“ Abendspaziergang 🙂

Sicher führt mich mein Weg die nächsten Tage wieder durch die Gartenstadt umd zu sehen, ob es zu Nachklebeaktionen gekommen ist. In diesem Sinne – Gartenstädter seid wachsam!

Der zweite Monat ohne Auto

1. September 2012

Geprägt durch überwiegend gutes Wetter und weniger Notwendigkeit ein Auto zu benutzen, ging der zweite Monat ohne Auto zu Ende.

Das Fahrrad
Insgesamt legte ich für die Wege zur Arbeit im Monat August 99 Kilometer zurück. Die im Juli gestohlen geglaubte Luftpumpe ist wieder aufgetaucht. Investiert habe ich 11,-€ für zusätzliche Beleuchtung. Ein schöner Spruch auf einem T-Shirt ist mir aufgefallen „Bourn fat not oil“ 🙂

Der Öffentliche Nahverkehr
Im August waren es Tickets von Kurzstrecke bis Zone 8+. Auch mal ein Tagesticket Plus, wenn ich mit meinen Kindern unterwegs war. Klasse finde ich, dass die Tagestickets Plus am Samstag gekauft, auch gleich noch für den Sonntag gelten. Meistens benutzte ich wieder die Handyticket App auf meinem Smartphone. Funktioniert vollkommen problemlos. Beim Busfahren habe ich allerdings den Eindruck, dass man auch mit ungültigen Tickets fahren kann, weil man einfach beim Einsteigen durchgewunken wird wenn man sein Handy zückt und dem Busfahrer hinhält. So richtig gut zu lesen ist das ziemlich kleingedruckte Datum darauf nämlich nicht und in der Regel ist man scheinbar schon noch ein „Exot“ mit der Benutzung. Kosten für den Monat August 42,45 €.

Carsharing
Flinkster funktioniert wie im Vormonat auch problemfrei, keine fixen Kosten, nur bei Nutzung. Leider gibt es in Nürnberg die günstigste Wagenklasse „Mini“ nur zum Stundenpreis der Wagenklasse „Klein“ also für 5€ die Stunde statt 2,50€. Eine Antwort auf meine Anfrage per Mail an Flinkster, warum dem so ist, bleibt bisher leider aus.
Das Fahrzeugangebot in München ist um ein vielfaches größer und beinhaltet auch Sonderfahrzeuge wie beispielsweise den Alfa Romeo in Speziallakierung für 2,5€ die Stunde und s.g. Stadtteilautos, die auf regulären Parplätzen innerhalb eines festgelegten Viertels abgestellt werden. Bleibt zu wünschen, dass für Nürnberg irgendwann das Angebot noch erweitert wird. Gefahrene Kilometer im August 137, Kosten hierfür 39,66€.

Privat geliehen
Für ein privat geliehenes Auto entstanden Spritkosten in Höhe von 30,01-€.

Die Gesamtkosten für Mobilität lagen im August somit bei 112,12€ und damit deutlich unter den Ausgaben für Juli, was tatsächlich an insgesamt weniger zurückgelegten Kilometern mit Flinkster und Urlaub lag.

Da auch der September urlaubsgeprägt ist und auch tatsächlich Reisen anstehen, wird es spannend wie sich die Kosten entwickeln…….

Volksfest bei Nacht

30. August 2012

Für größere Ansicht auf ein Bild klicken……

Beschneidungsverbot löst kein Problem

24. August 2012

….schafft aber ein paar Neue.
Durch ein Verbot und die Kriminalisierung der rituellen oder relligiösen Beschneidung wird nicht ein Kind weniger beschnitten werden. Die Folge wäre vielmehr ein „Beschneidungstourismus“ in benachbarte Länder und ein Anstieg der „illegalen“ Beschneidungen mit all den unerwünschten Effekten.
Aus meiner Sicht ist es wichtig eine schmerzfreie Beschneidung durch entsprechende anästhetische Maßnahmen sicher zu stellen, um Schmerztraumatisierungen vor allem im Säuglingsalter zu verhindern. Bei einem Verbot ist eher von rückläufigem medizinischem Einsatz auszugehen.

Im Übrigen sei auf die hygenischen und nachgewiesenen medizinischen Vorteilen z.B. bei der deutlich geringeren Übertragungsrate von Papilomviren (verantwortlich für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs) und auch des HIV Virus hingewiesen.

Meine Mutter wusste offensichtlich schon vor 44 Jahren, dass es einst einer Solidarisierung mit Beschneidungsfans bedarf :-).

Wohin mit der Kohle? Nr. 3 Die Nürnberger Karawane

9. August 2012

In der Reihe „Wohin mit der Kohle“ wurde im Juli vom Verein zur Förderung alternativer Medien die „Karawane“ in Nürnberg vorgeschlagen.  Ausgeschrieben heißt der gemeinnützige Verein „Förderverein für soziale und politische Rechte von Flüchtlingen und Migranten e.V..“

Heute hatte ich mich dort mit Claudia verabredet und auch gleich ein paar Flüchtlinge getroffen um mit Ihnen gemeinsam ein Interview zu führen.

Eigentlich wenig überraschend aber trotzdem schockierend sind die Umstände unter denen Menschen in Deutschland leben müssen, die aus ihren Ländern fliehen – entkommen ist wohl meist die bessere Umschreibung.

Im besonderen der bayerische Staat verhält sich in einer Form gegenüber Asylsuchenden die nicht anders bezeichnet werden kann als der Versuch durch brutale Abschreckung die  Zuwanderung vor allem aus afrikanischen Staaten  zu verhindern. Staatlich verordneter Rassismus, der auch immer wieder zu Suiziden bei Flüchtlingen führt.

Wer Interesse an einer Mitarbeit bei der Karawane Nürnberg hat oder als Asylsuchende/r Kontakt zu einer Hilfsorganisation sucht, tut dies am besten in dem er/sie Donnerstags ab 19.30 Uhr in die Desi, Brückenstraße 23  in Nürnberg kommt.

Jeden Donnerstag gibt es dort VoKü (günstige Massenverpflegung immer vegetarisch, manchmal vegan aus wechselnden Ländern). Heute gab es afghanische Küche – sehr lecker.

Wer wie ich auf der Suche ist, sein übriges Geld möglichst sinnbringend los zu werden spendet dies an:

Förderverein für soziale und politische Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen e.V.
Evangelische Kreditgenossenschsft eG
KtoNr. 3501817
BLZ 52060410
Verwendungszweck: Spende Karawane

Weitere Informationen unter: http://thecaravan.org/nuernberg

Download,mp3: Mit Rechtsklick und „Ziel speichern unter…“

oder gleich hier im Player anhören:

Der erste Monat ohne Auto

8. August 2012

Ich habe weder meinen Führerschein verloren (und dann nicht mehr gefunden), noch mein Auto zu Schrott gefahren und will auch keine Fahrerflucht oder ein anderes Verbrechen vertuschen.

Nein, ich habe mich einfach entschieden, es mal ohne des Deutschen Lieblingskind zu versuchen.

Der erste Monat autofrei ist vorbei und es ist Zeit Bilanz zu ziehen:

Das Fahrrad
Kam auch Dank des guten Wetters häufiger zum Einsatz – sicherlich war auch die AOK Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ eine zusätzlich Motivation. Kosten für den Monat Juli 0€, Schaden ca. 10€ (Luftpumpe gestohlen :-().

Der Öffentliche Nahverkehr
Von Kurzstrecke bist Tagesticket Plus für den Gesamtraum VGN war alles dabei. Insgesamt 11 Tickets erworben. Die meisten davon über „Handyticket“ – funktioniert bis auf eine notwendige Neuinstaltion problemlos. Vorteilhaft, dass man nicht an den Automaten rumfummeln muss und außerdem zahlt man auch für eine Einzelfahrt nur den anteiligen Preis  der Streifenkarte. Kosten für den Monat Juli 90,99€

Carsharing
Hab mich nach ausführlichem Studium der unterschiedlichen Angebote für Flinkster von der deutschen Bahn entschieden. Da ich eine Bahncard besitze sind die sonst fälligen 50€ Registrierungsgebühr entfallen. Im Tarif „bundesweit“ gibt es keine monatlichen Grundgebühren. Der Stundenpreis liegt je nach Wagentyp zwischen 2,50€, 5€ oder 6€, wobei der 2,50€ Typ leider bisher noch nicht zu finden war. Der Kilometerpreis beträgt 18 Cent. Funktioniert prima – dank eines auf meinem alten Lappen aufgeklebten Sendechips kann ich den gebuchten Wagen öffnen. Im Handschuhfach findet sich dann der Schlüssel und es kann losgehen. Kümmern muss man sich um nichts, außer der Tank ist nicht mehr viertelvoll – dann zur Tanke. Getankt wird auf Karte die im Auto ist, selbst bezahlen muss man nicht. Dank der Handyapp kann ich auch von unterwegs buchen und sehe bereit Sekunden nach der Rückgabe wie viele Kilometer ich gefahren bin und was es kostet (Zauberei wahrscheinlich).

Gefahrene Kilometer im Juli 560. Kosten 164,72€

Das Taxi
War selbstverschuldet (im falschen Zug gesessen:-() etwas zeitknapp und wollte zum Termin pünktlich erscheinen. Kosten 6€

Gesamtkosten für Mobilität liegen somit bei 261,71€. Das ist noch nicht wirklich günstig, liegt aber sicher noch unter den Kosten eines eigenen Fahrzeugs, zumindest wenn man neben Versicherung, Steuer, Sprit und Wartung/Reperaturen auch noch den Wertverfall einrechnet.

Mal sehen, wie der August wird…..


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