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Rainer Biller – Ausstieg des Nürnberger Neonazis aus der rechten Szene wirft Fragen auf

10. Juli 2013

Spätestens seit dem Aufdecken der NSU Morde dürfte wohl niemand mehr an irgendwelche Zufälle glauben – ich zumindest nicht.

Rainer Biller geriet zuletzt mit einem Zitat auf seinem privaten Facebook-Account in die Kritik – er kommentierte ein Tatortbild aus der NSU Mordserie „Tod dem Döner – Es lebe die deutsche Bratwurst”.

Dies brachte ihm neben einer Strafanzeige der Landtagsabgeordneten Schmitt-Bussinger auch den Ausschluss aus der Bayern NPD und der NPD Tarnorganisation „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ kurz BIA ein.  Die BIA ist durch Ollert und Schmaus im Nürnberger Stadtrat vertreten.

Am letzten Samstag 06.07.13 verkündet Rainer Biller via Facebook:

„Ich teile mit, dass ich aus der Nationalen Arbeit / Bewegung meinen Rückzug – Austritt vollzogen habe.“

Es folgt die Löschung aller Inhalte mit rechtem Bezug und schließlich die Löschung des gesamten Facebookauftritts von Biller. Just einen Tag vor den Razien gegen das „Freie Netz Süd“.

Sollte bei den stattgefundenen Razzien auch Billers Wohnung durchsucht worden sein, ist davon auszugehen, dass diese genauso bieder und harmlos und vollkommen rein von rechten Bezügen ist, wie mittlerweile auch Billers Auftritt bei google+.

Auch diesen hat Biller bereits im März dieses Jahres „aufgeräumt“. War im Jahr 2012 auf seinem google+ Account noch unter einem Bild von Mahmud Ahmadinedschad zu lesen, dass „Sein Freund Ausländer sei“,  er Werbeplakate zur „Reichsführer Tagung 1933 – Bund der Frontsoldaten“ veröffentlichte und eine Unzahl von Links auf Beiträge des „Freien Netz Süd“ postete, ist jetzt in fast schon unschuldiger Manier zu lesen „Was für eine Freude! Ja fahre jetzt zur Anmeldung für die neue Schule meiner Tochter“.

Hat sich Biller jetzt also tatsächlich zurückgezogen, oder nur rechtzeitig Belastendes zur Seite geschafft? Falls Zweites zutrifft, stellt sich die Frage, ob er einfach nur einen glücklichen Zeitpunkt gewählt hat oder er gewarnt wurde. Spekulationen helfen an der Stelle aber nicht weiter, trotzdem bleibe ich dabei – wenn es um Neonazis geht, glaube ich nicht mehr an Zufälle.

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