Posts Tagged ‘Nazis’

„Republikaner“ jetzt weltoffen?

10. August 2013

Manch einer mag sich verwundert die Augen reiben wenn er auf der Internetseite der „REP-Mittelfranken“ vorbeischaut.

Screenshot der Internetseite "REP-Mittelfranken"

Screenshot der Internetseite „REP-Mittelfranken“

Da wird man neben einem feist rosahäutigen Barträger Johann Gärtner, von einem dunkelhäutigen Pärchen angelächelt (angeblich neue Mitglieder)  und alle drei zeigen einen erhobenen Daumen. Die Assoziation der Ausländerfreundlichkeit  holt einen  aber durch die Bildunterschrift „Wir grenzen niemanden aus- wir lassen nur nicht jeden rein“  dann schon wieder zurück auf den Boden der Tatsachen – oder sollte man besser sagen auf den Boden des „Nützlichkeitsrassismus“.

Wer weiterliest stößt dann tatsächlich auf das zu Erwartende. „Konsequente Begrenzung der Zuwanderung“ ist die Forderung der „REP“. Nur qualifizierte Fachkräfte und unbedingte „Integrationswilligkeit“ sowie die „deutsche Leitkultur“ sind die Maßstäbe die die „REP“ setzen will. Sie unterscheidet  sich damit von der aktuellen Politik der CSU Regierung ja nun nicht gerade. Lediglich die noch etwas radikalere Forderung nach „Konsequenter Abschiebung krimineller Ausländer“ macht sie dann vielleicht für Wähler interessant, denen die CSU noch nicht rechts genug ist. Die REP bleibt damit ein überflüssiger politischer Wurmfortsatz der CSU und Sammelbecken „stolzer Nationalisten“. Mit anderen Worten ekelig braun.

Den beiden dunkelhäutigen Statisten die zur Irreführung missbraucht werden, sollte man hingegen helfen, von der Website wieder herunter zu kommen. Wer Namen oder Kontaktdaten weiß – bitte melden.

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Naziaufkleber in der Gartenstadt 03.09.12

4. September 2012

da ich mit dem Fahrrad gerne immer wieder neue Strecken ausprobiere, führte mich mein gestriger Weg durch die Gartenstadt. Offensichtlich haben dort gerade ein paar Nazis ihr restliches Urlaubsgeld in Aufkleber investiert und nutzten ihre Freizeit für die bei ihnen beliebte Tätigkeit der Sachbeschädigung und Umweltverschmutzung. Als Schwerpunkte haben sie dabei offensichtlich die Katholische Kirche, sowohl auf der Vorder-, wie auch auf der Rückseite und das Hochhaus in der Paumannstraße 2 auserkoren. Dass die katholische Kirche in den Fokus gerät, liegt entweder daran, dass die Nazis glauben, sie hätten eine frohe Botschaf zu verkünden und wären deshalb bei der Kirche richtig oder, was wahrscheinlicher ist, sie halten die Kirche für eine Moschee und den Kirchturm für ein Minarett – dann passt es wenigstens in ihre verdrehte Weltsicht und der Hetze gegen eine angebliche Islamisierung.

Für das Hochhaus in der Paumannstraße gibt es drei Möglichkeiten. Entweder ist es eine Botschaft an dort wohnende Demokraten oder es wohnt dort ein Naziaktivist der zur Reviermarkierung einen besonders großen „Haufen“ vor seine Hütte machen wollte. Oder, und das ist wohl am wahrscheinlichsten, die Nazis hatten noch ein paar Aufkleber übrig und wollten sie des Nächtens möglichst sichtgeschützt loswerden.

Bei den Aufklebern handelt es sich inhaltlich um den üblichen braunen Dreck. Oftmals in neuem Layout. An die Adresse der AntifaschistInnen scheint der Aufkleber „Kein Sex mit Zecken“ adressiert zu sein (Als Gegenaussage zu „Kein Sex mit Nazis“). Die unbedarfte BürgerIn dürften sich wundern, warum man über offensichtliche biologische Unmöglichkeiten, wie der Kopulation mit einem Holzbock, einen Aufkleber entwerfen sollte.

Aufgefallen in der Kategorie „Überfremdungsangst schüren“ ist der Aufkleber „Neue deutsche Jugend?“ Von Assoziationen bis hin zu eindeutiger Übernahmen von „NS-Politik“, die in diesem Fall auch eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung nach sich zieht, reicht die Pallette der Aufkleber.

Selbst die Aufforderung zu kriegerischen Handlungen fehlt nicht

Was auf diesem Aufkleber allerdings fehlt, ist die Angabe eines „presserechtlich Verantwortlichen“  – so entgeht man der Anzeige.

Besonders bedauerlich, dass eine Anzeige der Kleberreien lt. Polizei „nur“ Ermittlungen wegen  Sachbeschädigung ohne politische Motivation nach sich ziehen würde – aber irgendwie muss man die Statistik ja schönen.

Bildergalerie – zur größeren Ansicht auf die Bilder klicken.

Da die Aufkleber frisch geklebt waren (natürlich ließen die „guten Deutschen“ den Aufklebermüll immer an Ort und Stelle liegen), konnten sie auch sehr einfach wieder entfernt werden – insgesamt ein „ertragreicher“ Abendspaziergang 🙂

Sicher führt mich mein Weg die nächsten Tage wieder durch die Gartenstadt umd zu sehen, ob es zu Nachklebeaktionen gekommen ist. In diesem Sinne – Gartenstädter seid wachsam!


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